Wann kann Osteopathie bei Hunden sinnvoll sein?
Eine osteopathische Behandlung kann bei unterschiedlichen Beschwerden in Betracht kommen, beispielsweise:
- Bewegungseinschränkungen und Gelenkblockaden
- Muskuläre Verspannungen und Fehlbelastungen
- Auffälligkeiten oder Veränderungen des Gangbildes
- Altersbedingte Einschränkungen der Beweglichkeit
- Begleitend während der Rehabilitation nach Verletzungen oder Operationen
- Zur Unterstützung von Beweglichkeit und körperlichem Wohlbefinden
Welche Behandlung für Ihren Hund sinnvoll ist, richtet sich nach seinem individuellen Befund und gegebenenfalls der tierärztlichen Diagnose.
Auch wenn Ihnen in Ihrer Tierarztpraxis eine physiotherapeutische Behandlung für Ihren Hund empfohlen wurde, sind Sie bei mir richtig.
Therapieangebote
Für die Behandlung Ihres Hundes biete ich je nach individuellem Befund und Bedarf folgende Therapien an:
- Strukturelle Osteopathie bei Hunden (mehr dazu siehe unten)
- Physiotherapie bei Hunden
- Therapeutische Massagen
- Low-Level-Lasertherapie
- Magnetfeldtherapie
- Schallwellentherapie
- Stabilitäts-, Koordinations- und Bewegungstraining
- Energetische Therapie
- in Kürze: Akupunktur für Hunde und Kleintiere
Strukturelle Canine Osteopathie
Die Osteopathie dient sowohl der Untersuchung als auch der Behandlung und setzt dabei die Hände als Instrument ein. Die Fragen an den Hundepatienten werden sozusagen durch ein „Zuhören mit den Händen“ gestellt.
Die vier osteopathischen Prinzipien
Die Osteopathie betrachtet den Hund als Ganzes und orientiert sich an vier grundlegenden Prinzipien:
- Struktur und Funktion beeinflussen sich gegenseitig. Eine Einschränkung an einer Stelle kann deshalb Auswirkungen auf andere Bereiche des Körpers haben. Ein Beispiel: eine Bewegungseinschränkung im Bereich der Hüftgelenke, kann Auswirkungen auf den Schulterbereich haben.
- Eine gute Versorgung des Gewebes ist wesentlich. Durchblutung, Lymphfluss und Stoffwechsel sind wichtige Voraussetzungen für gesundes und funktionsfähiges Gewebe.
- Der Körper bildet eine Einheit. Gelenke, Muskeln, Faszien, Nervensystem und innere Organe stehen miteinander in Verbindung. Deshalb betrachtet die Osteopathie nicht nur die Stelle, an der Beschwerden auftreten.
- Der Körper verfügt über eigene Regulations- und Selbstheilungskräfte. Die osteopathische Behandlung soll diese unterstützen, indem Bewegungseinschränkungen und Spannungen gelöst und die natürlichen Funktionen des Körpers gefördert werden.
Die drei osteopathischen Systeme
In der caninen Osteopathie werden drei miteinander verbundene Bereiche betrachtet:
Parietales System
Dies umfasst den Bewegungsapparat mit Knochen, Gelenken, Muskeln, Sehnen, Bändern und Nerven. Im Mittelpunkt stehen die Beweglichkeit der Gelenke, die Normalisierung von Spannungen und die Verbesserung der Durchblutung.
Viszerales System
Dies umfasst die inneren Organe und ihre Verbindungen über Faszien, Nerven und Gefäße. Einschränkungen können sich auf andere Körperbereiche, insbesondere den Bewegungsapparat, auswirken.
Kraniosakrales System
Dies umfasst den Schädel (Cranium) und das Kreuzbein (Os sacrum) – zwei Bereiche, die weit voneinander entfernt liegen und doch über Hirn- und Rückenmarkshäute miteinander verbunden sind. Spannungen können sich innerhalb dieses Systems übertragen.
Das Fasziensystem trennt und verbindet Muskeln, Organe, Gefäße und Nerven. Faszien können Zug und Spannung auch über größere Entfernungen weitergeben.